Die Prostata

Die Prostata oder Vorsteherdrüse ist ein Teil der männlichen Geschlechtsorgane. Sie befindet sich zwischen der Harnblase und dem Schließmuskel, der den Urinfluss kontrolliert. Sie ist umhüllt von einem feinen Geflecht aus Blutgefäßen und Nerven, welche für die Gliedversteifung (Erektion) wesentlich sind.  An der Prostata angehängt sind die Samenblasen sowie die Samenleiter. Diese transportieren die Samenzellen (Spermien) aus den Hoden.

Die Funktion der Prostata besteht in der Produktion von Samenflüssigkeit.  Diese dient als Nährmedium für die Spermien, welche in den Hoden gebildet werden. Somit ist die Prostata für die Zeugungsfähigkeit des Mannes wesentlich, für die Fähigkeit zur Erektion spielt sie keine direkte Rolle. 

Beim jungen Mann hat die Prostata Größe und Form einer Kastanie. Ab dem 40. Lebensjahr beginnt sie unter dem Einfluss vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron langsam zu wachsen und kann ohne Behandlung bis auf die Größe eines Apfels oder größer anwachsen. Meist ist dieses Wachstum gutartiger Natur und muss bei Beschwerdefreiheit nicht behandelt werden; allerdings steigt mit zunehmendem Lebensalter die Wahrscheinlichkeit, dass sich bösartige Zellen, aus denen ein Prostatakrebs entstehen kann, bilden können.